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Meldung vom 28. Juni 2026

„Kieler Woche verbindet“: Sommermärchen an der Förde mit rund 3 Millionen Gästen

Bei der Fußball-WM hofft das deutsche Team noch darauf – Kiel hat sein Sommermärchen bereits in den vergangenen Tagen erlebt: Die Kieler Woche 2026 lockte vom 20. bis 28. Juni rund 3 Millionen Gäste zum fröhlichen und friedlichen Feiern in die Landeshauptstadt.

Für Kiels Oberbürgermeister Samet Yilmaz hat Kiels großes Segel- und Sommerfestival seinem diesjährigen Motto alle Ehre gemacht: „‚Kieler Woche verbindet‘ – das haben wir uns auf die Fahnen geschrieben. Ob zu Wasser oder an Land, vor den Bühnen oder im Rathaus, beim Public Viewing oder beim Open Ship: Ich freue mich total, dass so viele Menschen aus aller Welt Lust hatten, sich miteinander zu verbinden. Für mich als echten Kieler Jung war die Kieler Woche 2026 gleichzeitig eine Premiere: Zum ersten Mal durfte ich als Oberbürgermeister dabei sein und noch einmal ganz neue spannende Seiten unserer schönsten Woche des Jahres entdecken.“

Yilmaz freut sich besonders, dass die Gäste auch angesichts der teilweise hochsommerlichen Temperaturen friedlich und rücksichtsvoll miteinander gefeiert haben: „Unser Sicherheitskonzept hat sich hervorragend bewährt. Mein Dank gilt allen, die die Kieler Woche sicher und sauber machen – der Feuerwehr und den Sanitätsdiensten, der Polizei und dem Kommunalen Ordnungsdienst, dem Sicherheitspersonal und dem ABK. KVG und SFK haben wieder dafür gesorgt, dass alle gut nach Hause kommen. Und ohne die vielen Ehrenamtlichen wäre die Kieler Woche in dieser Form ohnehin nicht denkbar.“

„Kieler Woche verbindet“ – damit dieses Motto mit Leben gefüllt wird, sind starke Partner*innen unerlässlich. „Mein besonderer Dank gilt daher REWE, der Deutschen Fernsehlotterie, WELLER und Denza sowie unseren Eventpartner*innen AIDA Cruises, Förde Sparkasse, Casino Schleswig-Holstein, Caterpillar und Zeppelin Power Systems. Ihre Unterstützung gibt unserer Segel- und Festivalwoche noch einmal einen extra Schub“, so Yilmaz.

Philipp Dornberger, Leiter des Kieler-Woche-Büros, betont: „Diese Kieler Woche hat für mich sehr deutlich gezeigt, was ‚Kieler Woche verbindet‘ bedeutet. Menschen aus Kiel, aus der Region und aus vielen Ländern haben zusammen gefeiert – friedlich, fröhlich und mit viel Rücksicht aufeinander. Gerade bei der Hitze war das nicht selbstverständlich. Umso schöner war zu sehen, dass die zusätzlichen Schattenplätze und Abkühlungsmöglichkeiten gut angenommen wurden. Ein großes Dankeschön geht an alle, die diese Woche getragen haben: an die vielen Engagierten vor und hinter den Kulissen, an unsere Partner*innen, an Sicherheits- und Rettungskräfte und an alle Mitwirkenden. Und ein besonderer Dank gilt unseren Gästen, die mit ihrer Umsicht und Gelassenheit viel zu dieser entspannten Atmosphäre beigetragen haben.“


Höhepunkte, Top-Acts und ganz viele Verbindungen

Die Kieler Woche steht für Verbindungen, die tragen: zwischen Menschen, zwischen Land und Meer, zwischen Wissen und Erleben. Zu den Höhepunkten 2026 gehörten die offizielle Eröffnung durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Schleswig-Holsteins Ehrenbürgerin Kirsten Bruhn, die Verleihung des Weltwirtschaftlichen Preises sowie die Verleihung des Kulturpreises der Landeshauptstadt Kiel. Vertraute Klassiker wie der Internationale Markt auf dem Rathausplatz, die Willer Balloon Sail auf dem Nordmarksportfeld, die Junge Bühne im Ratsdienergarten, der Ocean Funpark am Bootshafen und Hoftheater im Hiroshimpark lockten zahlreiche Gäste an. Gut angenommen wurde auch das neue Projekt „KiWo goes Blaupark“ auf dem Ostufer.

Auf rund 20 Bühnen im ganzen Stadtgebiet sorgten Hunderte vielfältige Bands und Künstler*innen für Stimmung. Zu den Headlinern gehörten in diesem Jahr Alice Merton, Mia., Kettcar, Nik Kershaw, Max Giesinger, Michael Schulte, Macy Gray, Gregory Porter, Isi Glück und Fury in the Slaughterhouse.

Ein besonderer Höhepunkt war das Classic Open Air mit Gentleman und dem Philharmonischen Orchester Kiel auf der Rathausbühne, präsentiert vom Kieler-Woche-Förderverein. Die „gewaltig leisen“ Konzertabende auf der Krusenkoppel wurden von gut 13.000 Musikfans besucht.

Damit sich wirklich alle wie zu Hause fühlen konnten, gab es in diesem Jahr ganz viele Aktionen und Initiativen rund um die Themen Teilhabe und Inklusion – von Begleitangeboten für einen gemeinsamen Kieler-Woche-Bummel über Regattabegleitfahrten für Rollifahrer*innen bis zu besonderen Angeboten für ältere Menschen. Eine Übersicht der Projekte steht unter www.kieler-woche.de/teilhabe.

Auf der Krusenkoppel konnten „Geheimnisse der Nacht“ erkundet werden. Neun Tage lang erschufen die Kinder gemeinsam mit dem Spiellinie-Team der vhs-Kunstschule eine ganze eigene zauberhafte Welt. Insgesamt besuchten knapp 200.000 kleine und große Gäste das einzigartige Kinder-Kultur-Angebot unter freiem Himmel.

Die europäische Initiative Science Comes to Town hat in diesem Jahr ganz viele Aktionen rund um das Thema Wissenschaft auf die Kieler Woche gebracht. Science Shows, Filmvorführungen, Lesungen und Experimentierwerkstätten verbanden Forschung, Kultur und Unterhaltung.

Beim Flottentreffen der Marine im Kieler Marinestützpunkt zeigte sich die Kieler Woche erneut von ihrer internationalen Seite: 22 Schiffe und Boote aus sechs Nationen legten an. Tausende Besucher*innen nutzten die Gelegenheit, die Einheiten aus nächster Nähe zu besichtigen und mit der Besatzung ins Gespräch zu kommen.

Knapp 4.000 Segler*innen aus 51 Nationen, etwa 1.500 Boote, 21 Klassen, rund 200 Starts, 14 Regattabahnen – das sind die Zahlen zum Segelprogramm der Kieler Woche 2026. Die Organisator*innen und Aktiven blicken auf spannende Regatten zurück. Dabei wurde erneut deutlich: Kiel.Sailing.City bietet die perfekten Bedingungen für olympiareife Segelwettbewerbe.

Die Aktiven blicken auf eine anspruchsvolle, windarme Regatta zurück. Eine ausgeprägte Hochdruckwetterlage sorgte für herausfordernde Segelbedingungen fast ausschließlich am unteren Windlimit. In 21 Bootsklassen konnten nicht alle geplanten Wettfahrten gestartet werden.

„Wind und Wetter können wir nicht beeinflussen, nur das Beste daraus machen“, resümiert Regatta-Organisationsleiter Dirk Ramhorst, „und das haben wir mit maximaler Flexibilität und Starts noch in den frühen Abendstunden getan.“ Sechs olympische Disziplinen im Rahmen des Sailing Grand Slams und die Weltmeisterschaft der Flying Dutchman ragten aus dem Regattaprogramm heraus. Aber auch der Eurocup der 29er, die direkt im Anschluss ihre WM in Schilksee austragen, fungierte als Spiegel der Internationalität. Die Kieler Woche war mit der traditionellen Aalregatta gestartet, an der fast 250 Dickschiffe nach Eckernförde segelten.

Die Kieler Woche 2026 galt auch als Visitenkarte für die Kieler Bewerbung um die Austragung der Segelwettbewerbe bei einer deutschen Olympiabewerbung ab dem Jahr 2036. Hochkarätige Gäste aus dem In- und Ausland – vor allem auch aus den Hauptbewerberregionen München und Köln/Rhein-Ruhr – besuchten die Kieler Woche. „Wir haben Begeisterung für den Segelsport und für Kiel-Schilksee geweckt“, freute sich Ramhorst.

Die Eventmeile auf dem Vorfeld des Olympiahafens Schilksee besuchten rund 100.000 Gäste, die sich von den Partner*innen der Kieler Woche informieren und inspirieren ließen.

Ein besonderer Publikumsmagnet war auch 2026 wieder die traditionelle Windjammerparade. Mehr als 100 Schiffe, darunter rund 50 Traditionssegler sowie zahlreiche Begleit-, Motor- und Dampfschiffe bildeten ein eindrucksvolles Bild auf der Förde. Rund 185.000 Zuschauer*innen verfolgten bei bestem Sommerwetter das maritime Spektakel, das in diesem Jahr von der „Thor Heyerdahl“ angeführt wurde.

Den feierlichen Schlusspunkt setzt am Sonntag, 28. Juni, um 23 Uhr die Inszenierung „Zwischen Himmel und Meer“ – ein farbenprächtiges Zusammenspiel aus Licht, Musik und Pyrotechnik, präsentiert von AIDA Cruises.

Schon in wenigen Wochen startet die Planung für die Kieler Woche 2026 (19. bis 27. Juni) – in 356 Tagen heißt es also wieder: „Leinen los!“.

 

Pressemeldung 396/28. Juni 2025/ari


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